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Homestory


Hallo, mein Name ist Becks !

Ich bin ein Labrador-Rhodesian Ridgeback-Mix und 1 Jahr und fünf Monate alt. Ich habe mir gedacht, ich erzähle Euch mal ein bisschen was aus meinem (Hundeschul)-leben. Geboren wurde ich in Hannover. Als ich 9 Wochen alt war, kamen Christine und Harald und holten mich zu sich nach Hause nach Frankfurt. Zuerst war mir das gar nicht so geheuer, aber ich habe schnell festgestellt, dass die beiden super nett sind. Ich hatte jetzt schließlich zwei Menschen ganz für mich alleine!
Was für ein Service. Als ich mich etwas eingewöhnt hatte, fingen wir an, zu Christiane in die Hundeschule zu gehen. Stellt Euch vor, dort habe ich lauter neue Spielkameraden getroffen und viele sahen ganz anders als ich aus. Es war oft gar nicht so leicht, deren Körpersprache zu verstehen. Eigentlich dachte ich, wir gehen nur zum Toben in die Hundeschule, aber so war das nicht. Immer wieder mussten wir aufhören mit spielen und so komische Sachen wie „Popo auf die Erde heißt Sitz“ oder „auf meine Leute zurasen heißt Hier“ lernen. Ist aber alles gar nicht sooo schwer. Ich bekomme was Leckeres zu futtern und meine Menschen freuen sich halbverrückt. Wozu das ganze gut ist, war mir nicht so richtig klar – aber stolz war ich schon, bei soviel Lob.

Auf der Heimfahrt war ich dann immer total glücklich und platt. Mittlerweile weiß ich, dass die Menschen Erziehung dazu sagen und der Meinung sind, dass ich durch die ganzen Übungen alltagstauglicher werde. Dazu gehört z.B. auch, dass ich nicht mehr nette Leute durch Anspringen begrüßen darf. Ich frage Euch, wie sonst soll ich ans Gesicht kommen?
Das ist doch blöd, wir Hunde begrüßen uns doch so. Aber na gut, wenn die eben nicht wollen – bitte. Meine Familie ist schon super, oft machen Sie schöne Sachen mit mir und es wird nie langweilig. Meine Kumpels und ich haben uns nicht nur auf der Wiese getroffen, sondern auch Ausflüge in den Opelzoo oder ins MainTaunusZentrum unternommen. Die Menschen haben gesagt, wir müssten uns an verschiedene Umweltsituationen gewöhnen. Es war jedenfalls immer sehr aufregend und einige von uns hatten am Anfang ganz schön Sch... . Unsere Leute sind aber ganz cool geblieben und so haben wir schnell gelernt, dass Angst unnötig ist. Auch zu Hause sind wir zum Üben an ganz verschiedene Orte gegangen und haben uns viel angesehen. Nach dem Welpenkurs bin ich in den Junghundekurs gewechselt. Wir durften zwar immer noch zwischendurch spielen, aber die Übungen mit unseren Menschen wurden mehr und mehr ausgedehnt. Wir sind ein prima Team auch wenn, laut meiner Leute, nicht immer alles nach Plan läuft. Irgendwann, etwa mit 5 Monaten, habe ich die Enten und Krähen entdeckt. Ich fand`s klasse, Harald und Christine wohl nicht, irgendwie fiel das Wort Einzelstunde.

Jedenfalls haben wir Christiane plötzlich auch an der Nidda getroffen – soo ein Zufall! In der nächsten Zeit hatte ich dann keine Zeit mehr für Geflügel, immer wenn ich gerade am Überlegen war, was ich mit dem Geflügel anfangen sollte haben Christine oder Harald total interessante Sachen gemacht, da musste ich natürlich unbedingt hinterher. Enten sind eben langweiliger.
Im Januar 04 sind wir von Frankfurt auf`s Land umgezogen. Hier habe ich ein neues Hobby entdeckt: Feldhasen und Rehe! Das war ein Spaß, da mal hinterher zu sausen. Zugegeben, ich habe nicht auf meine Chefs gehört, aber man muss ja Prioritäten setzen! Dreimal dürft Ihr raten was passiert ist: Gleich wurden wieder Einzelstunden vereinbart. Ich sag`s Euch, dass ist richtige Schufterei und ich muss meinen Grips ganz schön anstrengen. Meine Menschen werden immer gelobt, dass sie so fleißig sind und aufpassen, damit ich nicht zu viel Blödsinn mache. Wer lobt eigentlich mal mich? Ich soll ja schließlich auf meine Jobs verzichten! Ich will jetzt nicht so lange rumquatschen, aber Harald und Christine haben es tatsächlich „mit viel Überredungskünsten“ geschafft, dass ich sogar ein Reh stehen gelassen habe. Bevor aber alles so gut klappte, musste ich schon eine Zeit lang kräftig schuften und an der 10 m Schleppleine laufen. Es hieß, damit nichts schief geht. Was soll denn beim Jagen schon schief gehen? In der neuen Wohnung hatte ich zwischenzeitlich Probleme alleine zu bleiben. Ist doch auch wirklich doof, so ohne die restlichen Rudelmitglieder. Schuhe kauen hat mich dabei getröstet.
Mittlerweile hat man mich entmannt – Frechheit! Das lag wohl daran, dass ich zu viele Mädels im Kopf hatte und denen auch über die Bahnschienen nachgerannt bin. Obwohl nicht geplant, hatten irgendwann dann meine Leute die Nase voll. Und mal ehrlich, ich vermisse eigentlich nichts, bin immer noch genauso sensibel, jung und dynamisch.
Ich muss wohl ziemlich viel Temperament haben, denn meine Rudelführung war der Meinung, wir sollten den Clickerkurs besuchen und ein paar Tricks lernen. Die ersten zwei Stunden habe ich mich schon ein wenig gewundert. Immer wenn es Click machte gab es dafür ein Leckerchen. Aber plötzlich platzte der Knoten. Leute das ist supereinfach . Ihr müsst einfach mitdenken!
Bietet ein Verhalten an, vielleicht ist es das Richtige, es macht Click und die Belohnung folgt. Lässt die Konzentration mal nach gibt`s ein kurzes Spiel (am liebsten mit Kumpel Robbie) und dann klappt es wieder. Um noch mehr an meiner Erziehung zu feilschen (Originalton: Mensch) und meine Spezis zu treffen, gehe ich auch weiterhin in die Gruppenstunden zum Hundeführerschein. Zwischendurch mach ich oft Ferien mit meinen Menschen – Strand ist das allergrößte- danach geht’s wieder weiter. Mal sehen was sich noch so alles bietet. Ich bin zu allen „Schandtaten“ bereit.
    Tatzenabdruck Becks